Dialoggruppe

Aus Sicht der Forschung ist eine Dialoggruppe ein strukturiertes Verfahren der qualitativen Sozialforschung oder der partizipativen Forschung. Dabei kommen mehrere Personen zusammen, um unter der Leitung einer Moderation über ein bestimmtes Thema zu sprechen. Ziel ist es, nicht nur einzelne Meinungen zu erfassen, sondern auch zu beobachten, wie Ansichten im Austausch entstehen, verändert oder begründet werden.

Aufgaben einer Dialoggruppe in der Forschung:

  • Daten gewinnen: Forschende sammeln Aussagen, Erfahrungen und Sichtweisen der Teilnehmenden zu einer Forschungsfrage.
  • Perspektiven sichtbar machen: Unterschiedliche Erfahrungen, Einstellungen und Bedürfnisse werden herausgearbeitet.
  • Gemeinsame Bedeutungen verstehen: Die Forschenden untersuchen, wie die Teilnehmenden Themen gemeinsam interpretieren und diskutieren.
  • Neue Erkenntnisse entwickeln: Durch den Austausch entstehen häufig Aspekte, die in Einzelinterviews nicht sichtbar würden.
  • Maßnahmen mitgestalten: Besonders in der partizipativen Forschung werden die Ergebnisse genutzt, um gemeinsam Handlungsempfehlungen oder Verbesserungen zu entwickeln.

Besonderheiten:
Im Gegensatz zu einem Einzelinterview beeinflussen sich die Teilnehmenden gegenseitig. Gerade diese Interaktion ist für Forschende wertvoll, weil sie zeigt, wie Meinungen entstehen, begründet und ausgehandelt werden. Die Moderation sorgt dafür, dass alle Beteiligten zu Wort kommen und das Gespräch auf die Forschungsfrage ausgerichtet bleibt.

In unserem Fall besteht die Dialoggruppe aus den Mitarbeitenden des Wuppertalinstitut, den Verantwortlichen des KGV Friederika, den Mitarbeitenden der Hans-Böckler Realschule, den Mitarbeitenden SBO Seniorenheim, den Mitarbeitenden des Stadtverband der Kleingärtner und weiteren in der Forschung arbeitenden Personen.